Kommentierte Bibliographie

Die Methodik der Angewandten Kriminologie

– eine kommentierte Bibliographie –

I. Gesamtdarstellungen

1. Monographien

Es gibt zwei aktuelle und repräsentative Quellen für die Methodik der Angewandten Kriminologie, nämlich BOCK, MICHAEL: Kriminologie; 4. Aufl., München: Vahlen 2013 und GÖPPINGER, HANS: Kriminologie (Hrsg. Bock, Michael); 6. Aufl., München: Beck 2008. Die Darstellung im „Bock“ hat eine durchgehende didaktische Grundstruktur und ist daher für das Erlernen der Methodik die erste Wahl; die im „Göppinger“ ist stärker wissenschaftlich ausgerichtet. In englischer Sprache ist die Methodik ebenfalls zugänglich, und zwar in GÖPPINGER, HANS: Life Style and Criminality. Basic Research and Its Application: Criminological Diagnosis and Prognosis; Heidelberg u. a.: Springer 1987. Die erste ausgereifte Fassung, in der die Methode einschließlich ihrer wissenschaftstheoretischen Fundierung vorgelegt wurde, war GÖPPINGER, HANS: Angewandte Kriminologie. Ein Leitfaden für die Praxis; Heidelberg: Springer 1985.

2. Aufsätze

In kürzerer Form, jeweils mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung, ist die Methodik auch in verschiedenen Aufsätzen vorgestellt worden, vgl. etwa BOCK, MICHAEL: Die Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse und ihre Bedeutung für die Kriminalprognose; in: Dölling, Dieter (Hrsg.): Die Täter-Individualprognose. Beiträge zu Stand, Problemen und Perspektiven der kriminologischen Prognoseforschung; Heidelberg: Kriminalistik Verlag 1995, S. 1-28. Einschlägig ist auch Jehle, Jörg-Martin (Hrsg.): Individualprävention und Strafzumessung: Ein Gespräch zwischen Strafjustiz und Kriminologie; Wiesbaden: Kriminologische Zentralstelle 1992, darin die Aufsätze von KERNER, HANS-JÜRGEN: Kriminologische Kriterien für eine individualpräventive Sanktionsentscheidung, S. 209-239 sowie MASCHKE, WERNER: Kriminologische Einzelfallbeurteilung, S. 285-307. GÖPPINGER, HANS/MASCHKE, WERNER: Die kriminologische Erfassung des Täters in seinen sozialen Bezügen. Erhebungen, Analyse, Diagnose, Folgerungen für Prognose, Intervention und Behandlung; in: Göppinger, Hans (Hrsg.): Angewandte Kriminologie - International. XXXVI. Internationale Kriminologische Forschungswoche; Bonn: Forum Verlag Godesberg 1988, S. 270-291.

Über die Bemühungen in der Vermittlung der Methodik berichtet VOLLBACH, ALEXANDER: Kriminologie angewandt - Mainzer Kriminologen vermitteln kriminologische Grundlagenforschung mit Praxisbezug. Bericht über den 1. Zertifizierungskurs in Mainz. Iin: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform 2006, S. 146-14. Ein aktueller Bericht über das neu gegründete Zentrum für Inderdisziplinäre Forensik (ZIF) an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz sowie die besondere Bedeutung der Angewandten Kriminologie findet sich bei VOLLBACH, ALEXANDER: Angewandte Kriminologie - quo vadis? Bericht über eine Vortragsreihe im Mainzer »Zentrum für Interdisziplinäre Forensik« (ZIF). In: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, 4/2014, S. 310-318. Über die Aktivitäten des Mainzer Lehrstuhls berichtet RAU, MATTHIAS: Angewandte Kriminologie. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte des Mainzer Lehrstuhls für Kriminologie, Jugendstrafrecht, Strafvollzug und Strafrecht – Ein Zehnjahresrückblick. In: Bartsch, Tillmann; Brandenstein, Martin; Grundies, Volker; Hermann, Dieter; Puschke, Jens; Rau, Matthias (Hrsg.): 50 Jahre Südwestdeutsche und Schweizerische Kriminologische Kolloquien. Berlin: Duncker & Humblot 2017, S. 141-163.

II. Wissenschaftsgeschichtlicher und –theoretischer Hintergrund

1. Monographien

Grundlegend ist hierfür BOCK, MICHAEL: Kriminologie als Wirklichkeitswissenschaft; Sozialwissenschaftliche Schriften, Heft 10; Berlin: Duncker & Humblot 1984. Weitergeführt und verbreitert wurde die Rekonstruktion der Besonderheiten der Angewandten Kriminologie durch die Dissertationen von SCHNEIDER, HENDRIK: Grundlagen der Kriminalprognose. Eine Rekonstruktion der Probleme von Zuverlässigkeit und Gültigkeit unter Rückgriff auf Alfred Schütz; Berlin: Duncker & Humblot 1996, VOLLBACH, ALEXANDER: Der psychisch kranke Täter in seinen sozialen Bezügen. Hans Göppingers Angewandte Kriminologie. Eine Rekonstruktion; Kriminalwissenschaftliche Schriften, Band 10; Berlin: LIT Verlag 2006 sowie BRETTEL, HAUKE: Tatverleugnung und Strafrestaussetzung – Ein Beitrag zur Praxis der Kriminalprognose; Berlin: Duncker & Humblot 2007.

2. Aufsätze

Außer diesen monographischen Darstellungen ist über die Jahre eine ganze Reihe von Aufsätzen entstanden, in denen das Profil der Angewandten Kriminologie geschärft worden ist.

Strafrechtliche Positionierung

Auch wenn dies nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist, hat die Angewandte Kriminologie doch eindeutige Wahlverwandtschaften mit straftheoretischen Positionen und hier insbesondere zu solchen, in denen die (positive) Spezialprävention der leitende Strafzweck ist. Vgl. hierzu etwa ganz aktuell BOCK, MICHAEL: Die Bedeutung der Kriminologie für die Kriminalprognose bei "psychischen Störungen", Anmerkung zum Urteil des BGH v. 25.9.2012, Az.: 1 StR 160/12 = HRRS 2012 Nr. 1010; in: Höchstrichterliche Rechtsprechung im Strafrecht 12/2012, S. 533-534 sowie BOCK, MICHAEL / SOBOTA, SEBASTIAN: Sicherungsverwahrung: Das Bundesverfassungsgericht als Erfüllungsgehilfe eines gehetzten Gesetzgebers? in: Neue Kriminalpolitik 3/2012, S. 106-112. Eher zeitlos ist hin gegen MASCHKE, WERNER: Angewandte Kriminologie als Grundlage der sozialen Strafrechtspflege; in: Evangelische Akademie Bad Boll (Hrsg.): Einmal erfaßt - für immer gezeichnet? Bad Boll: 1987, S. 6-16.

Grundlegende und schwere Missstände der Praxis der Kriminalprognose behandeln BOCK, MICHAEL: Die Verwalter der Gefährlichkeit - eine Skizze zum forensischen Gutachterwesen; in: Hilgendorf, Eric / Rengier, Rudolf (Hrsg.): Festschrift für Wolfgang Heinz; Baden-Baden: Nomos 2012, S. 609-620 sowie BOCK; MICHAEL: Der vollständig und zutreffend ermittelte Sachverhalt bei der Kriminalprognose; in: Kühl, Kristian, Seher, Gerhard (Hrsg.): Rom, Recht, Religion – Symposion für Udo Ebert zum siebzigsten Geburtstag; Tübingen: Mohr Siebeck 2011, S. 459-473.

Den inneren Zusammenhang von Menschenbild, methodischem Vorgehen und straftheoretischer Position verdeutlicht BOCK, MICHAEL: Über die positive Spezialprävention in den Zeiten des Feindstrafrechts - Die Bedeutung der Angewandten Kriminologie für eine menschliche Kriminalpolitik; in: EDICIJA CRIMEN, Bd. 16, Juristische Fakultät der Universität Belgrad, Belgrad 2010; derselbe Beitrag ist in serbischer Sprache erschienen in: CRIMEN JOURNAL FOR CRIMINAL JUSTICE Belgrad 2/2010, S. 139-167 und BOCK, MICHAEL: Kriminologie und Spezialprävention. Ein skeptischer Lagebericht; in: ZStW 102 (1990) Heft 3, S. 504-533,

Kriminologische Positionierung

Hierbei geht es vor allem darum, die Abgrenzungen der Angewandten Kriminologie von der kritischen und der kriminalpolitischen Kriminologie zu markieren, die sich aus dem Einzefallbezug der Angewandten Kriminologie ergeben. Vgl. hierzu , BOCK, MICHAEL: Standortbestimmung der Angewandten Kriminologie; in: Liebl, Karlhans (Hrsg.): Kriminologie im 21. Jahrhundert (= Studien zur Inneren Sicherheit, Bd. 10); Wiesbaden: VS Verlag 2007, S. 27-41 sowie stärker biographisch gefärbt BOCK, MICHAEL: Wo ist die Tübinger Kriminologie? Versuch einer Standortbestimmung der Kriminologie in Mainz; in: Höfer, Sven/Spiess, Gerhard (Hrsg.): Neuere kriminologische Forschung im Südwesten: Eine Darstellung der Forschungsarbeit aus Anlass des 40. Kolloquiums der südwestdeutschen und benachbarten kriminologischen Institute, Freiburg i. Br. 2006.

Eine neue Dringlichkeit hat die ganze Problematik durch das kürzlich veröffentliche "Freiburger Memorandum" erhalten, in dem die Angewandte Kriminologie schon gar nicht mehr vorkommt. Eine aktuelle und kritische Auseinandersetzung mit diesem Memorandum kann man bei BOCK, MICHAEL: Die missliche Lage der kriminalpolitischen Kriminologie. Eine kritische Stellungnahme zum „Freiburger Memorandum“ in: Neue Kriminalpolitik 4/2013, S. 326-337 finden.

Ausgehend von dem Fall eines „Lebenslänglichen“, den das LG Marburg auf der Grundlage eines mit der Methodik der Angewandten Kriminologie erststatteten Gutachtens entschieden hat, wird von VOLLBACH, ALEXANDER: Angewandte Kriminologie auf dem Prüfstand, In: Archiv für Kriminologie 2016, S. 73 – 92 erneut die Praxistauglichkeit dieser Methodik unterstrichen.

Methodische Positionierung

Die Stellung der Angewandten Kriminologie zu dem in den forensischen Psychowissenschaften weit verbreiteten Konzept der Persönlichkeitsstörungen war bisher unklar. Diese Lücke ist nun geschlossen durch BROCKMANN, MICHAEL / BOCK, MICHAEL: Die Kriminalprognose bei persönlichkeitsgestörten Straftätern, Teil I: Ausgangslage und Potenziale der Angewandten Kriminologie; in: Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 2013, S. 133-140, Teil II: Einzelne Persönlichkeitsstörungen aus Sicht der Angewandten Kriminologie; in: Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 2013, S. 193-201, BOCK, MICHAEL: Lebensgeschichte und Kriminalprognose; in: Geschichte und Gegenwart 1999, S. 51-63,

Weitere wichtige Einzelaspekte des methodischen Profils beleuchten die Aufsätze von BOCK, MICHAEL: Qualitative und quantitative Forschungsansätze in der Kriminologie; in: Kröber, Hans-Ludwig/Dahle, Klaus-Peter (Hrsg.): Sexualstraftaten und Gewaltdelinquenz; Heidelberg: Kriminalistik Verlag 1999, S. 119-134, BOCK, MICHAEL: Erfahrung und Verstehen. Ein persönlicher Blick auf den Wissenschaftler Hans Göppinger; in: Wissenschaftliche Vereinigung Tübinger Kriminologen e.V. (Hrsg.): In memoriam Hans Göppinger; Tübingen 1996, S. 5-11, BOCK, MICHAEL: Addition, Theorie, Typus. Möglichkeiten und Grenzen kriminologischer Integrationsbemühungen; in: Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, Heft 4, S. 238-251, BOCK, MICHAEL: Gegenwärtiger Stand der kriminologischen Prognoseforschung; in: Frank, Christel/Harrer, Gerhart (Hrsg.): Kriminalprognose. Alkoholbeeinträchtigung - Rechtsfragen und Begutachtungsprobleme; Forensia-Jahrbuch, Band 3; Berlin u. a.: Springer 1992, S. 29-42. BOCK, MICHAEL: Lebensführung und Straffälligkeit; in: Kerner, Hans-Jürgen/Kaiser, Günther (Hrsg.): Kriminalität: Persönlichkeit, Lebensgeschichte und Verhalten. Festschrift für Hans Göppinger zum 70. Geburtstag; Berlin u. a.: Springer 1990, S. 15-26. BOCK, MICHAEL: Angewandte Kriminologie: Ihre praktische und wissenschaftliche Bedeutung; in: Forensia 1988, S. 189-204. BOCK, MICHAEL: Kriminologie als selbständige Erfahrungswissenschaft. Eine Auseinandersetzung mit Nomologismus und Subjektivismus in der sozialwissenschaftlichen Methodologie; in: Forensia 1984, S. 147-159.

Aus einer wissenschaftsgeschichtlichen Perspektive mit ähnlichem Ergebnis BOCK, MICHAEL: Kriminologie im Strafverfahren. Über eine Lücke im Erbe von Hans Gross. In: Bachhiesl, Christian / Bachhiesl, Sonja Maria / Leitner, Johann (Hrsg.): Kriminologische Entwicklungslinien. Eine interdisziplinäre Synopsis. Wien: Lit 2014, S. 75-93

In einem aktuellen und originellen Aufsatz zeigt Breneselovic, dass die Angewandte Kriminologie eine Lücke in der rechtsmethodischen Durchdringung des Strafzumessungs- und -vollstreckungsrechts liefert. Er stellt sie dabei methodisch in eine Reihe mit großen Gelehrten des 19. Jahrhunderts wie Savigny und von Liszt: BRENESELOVIC, LUKA: Kann und soll die bevorstehende (Re-)Rationalisierung des Strafrechts auf den Gedanken Franz von Liszts aufbauen? In: Asholt, Martin / Kuhli, Milan / Ziemann, Sascha / Basak, Denis / Reiß, Marc / Beck, Susanne / Nestler, Nina (Hrsg.): Grundlagen und Grenzen des Strafens. Baden-Baden: Nomos 2015, S. 35-58

Einen Überblick über teils schwer zugängliche, teils bisher nicht publizierte Aufsätze bietet jetzt der Band von BOCK, MICHAEL: Angewandte Kriminologie. Ein Leseband. Eigenverlag 2017, zu beziehen über die Campus-Buchhandlung Mainz.

III. Erfahrungswissenschaftliche Grundlagen

In erster Linie ist hier die Gesamtauswertung der Tübinger Untersuchung zu nennen: GÖPPINGER, HANS: Der Täter in seinen sozialen Bezügen. Ergebnisse aus der Tübinger Jungtäter-Vergleichsuntersuchung; Heidelberg: Springer 1983. Ein wichtige Ergänzung zum Delinquenzbereich stellt die Dissertation von MASCHKE, WERNER: Das Umfeld der Straftat. Ein erfahrungswissenschaftlicher Beitrag zum kriminologischen Tatbild; München: Minerva 1987 dar. Erweiterungen, die sich auch in der Ausarbeitung spezieller idealtypischer Verlaufsformen niedergeschlagen haben, sind von FISCHER-JEHLE, PETRA: Zur Lebensentwicklung strafgefangener Frauen sowie WASSERBURGER, ILONA: Gewalttäter in ihren sozialen Bezügen. Erste Eindrücke aus einer Vergleichsuntersuchung vorgelegt und in: Jehle, Jörg-Martin/Maschke, Werner/Szabo, Denis (Hrsg.): Strafrechtspraxis und Kriminologie. Eine kleine Festgabe für Hans Göppinger zum 70. Geburtstag; 2. Aufl., Bonn: Forum Verlag Godesberg 1989, S. 109-130 sowie S. 89-108 veröffentlicht worden. Im selben Band hat schließlich MASCHKE, WERNER: Lebensentwicklung und Kriminalität. Erste Eindrücke aus der Fortuntersuchung der Tübinger Jungtäter-Vergleichsuntersuchung (dort S. 47-65) über den weiteren biographischen Verlauf der Probanden der Tübinger Untersuchung berichtet.

Weitere Publikationen zur Tübinger Untersuchung, insbesondere auch die großen Nachuntersuchungen von Stelly und Thomas, finden sich auf der Seite des Instituts für Kriminologie in Tübingen (www.ifk.jura.uni-tuebingen.de/projekte/tjvu.html). Sie betreffen nicht die Angewandte Kriminologie im hier gemeinten speziellen Sinn.

In der Auseinandersetzung mit Fällen aus der eigenen Gutachtenpraxis ist eine neue Verlaufsform entstanden, die eine Lücke in der bisherigen Systematik schließt. Vgl. dazu BOCK, MICHAEL: Die Zweite Moderne und die Angewandte Kriminologie - Zur Notwendigkeit einer neuen Verlaufsform; in: Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie 2012, S. 281-294

Eine kriminologische Evaluation von Daten, die aus der langjährigen Praxis einer diagnosegestützten Vollzugsplanung mit der Angewandten in der JVA Bremen hervorgegangen sind, findet sich bei VOLLBACH, ALEXANDER: Delinquenz, kriminelle Karriere, Vollzug und Bewährung: Erste Eindrücke aus einer empirischen Untersuchung über ehemals in der JVA Bremen untergebrachte und rückfällige Strafgefangene, In: Forum Strafvollzug 2015, S. 43 – 47

IV. Spezielle Anwendungskontexte

1. Früherkennung

BRETTEL, HAUKE: Früherkennung krimineller Gefährdung; in: Sanders, Karin/Bock, Michael(Hrsg.): Kundenorientierung – Partizipation – Respekt. Neue Ansätze in der Sozialen Arbeit; 1. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag 2009, S. 185-205, BRETTEL, HAUKE: Kindeswohlgefährdung durch Delinquenz. Fallanalysen zur Aussagekraft von Syndromen krimineller Gefährdung; in: Forum der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie 2 – 2008, S. 69-79, VOLLBACH, ALEXANDER: Delinquenz, Jugendkriminalität und Kindeswohlgefährdung. Ein Beitrag zur Diagnostik und Interventionsplanung; in: Forum der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie 4 – 2007, S. 40-52, RÖSSNER, DIETER: Angewandte Kriminologie und Prävention; in: Göppinger, Hans (Hrsg.): Angewandte Kriminologie – International. XXXVI. Internationale Kriminologische Forschungswoche; Bonn: Forum Verlag Go-desberg 1988, S.138-155.

2. Jugendstrafrecht

Eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit Fehlentwicklungen der jugendgerichtlichen Praxis findet sich bei BOCK, MICHAEL: Die jugendstrafrechtliche Parallelwelt. In: Neue Kriminalpolitik 4/2014, S. 301-308. Ausgearbeitet finden sich diese Überlegungen am Beispiel der Diversion in der Arbeit von JULIA GRÄF: Die Diversion im Jugendstrafrecht im Lichte der Angewandten Kriminologie; Kriminalwissenschaftliche Schriften Bd. 45; Berlin: Lit-Verlag 2015. Aus einem wichtigen und aktuellen Praxisfeld berichten: COSMAI, ANJA / HEIN, KNUD-CHRISTIAN: Anti-Aggressivitäts-Training mit jungen Gewalttätern. Ein Praxisbericht zur zielgenauen Auswahl der Probanden und zur ganzheitlichen Diagnostik; in BewHi 2006, S. 394-406.

3. Jugendstrafvollzug

SCHALLERT, CHRISTOPH/BOCK, MICHAEL: Erziehung im geschlossenen Jugendstrafvollzug. Das Wohngruppenkonzept KonTrakt in der JVA Wiesbaden; in: Sanders, Karin/Bock, Michael(Hrsg.): Kunden-orientierung – Partizipation – Respekt. Neue Ansätze in der Sozialen Arbeit; 1. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag 2009, S. 239-277. Die ausführliche Fassung von SCHALLERT, CHRISTOPH: Demokratisierung und Selbstverwaltung. Das Wohngruppenkonzept KonTrakt in der JVA Wiesbaden in seinen juristischen, kriminologischen und pädagogischen Bezügen (2008). Im neuen Sammelband des Forschungsclusters „Gesellschaftliche Teilhabe trotz Schulden?“ (Springer VS, 2012) ist ein Beitrag erschienen, der erste Eindrücke zum Thema Schulden(regulierung) aus dem Wiesbadener Verlaufsprojekt berichtet: RAU, MATTHIAS: Schuldenbewältigung trotz Knast? (S. 125-142). Jetzt aktuell dazu RAU, MATTHIAS: Aus der Haft direkt in den Schuldenturm? Ergebnisse des Wiesbadener Verlaufsprojekts zur Schuldensituation von (ehemaligen) Jugendstrafgefangenen. In: Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe (ZJJ) Jg. 28, Nr. 01/2017, S. 61-67

4. Strafvollzug

VOLLBACH, ALEXANDER/HOPPE, SILKE K.: Kriminologie angewandt: Evaluation der diagnosegestützten Vollzugsplanung in der JVA Bremen; in: Forum Strafvollzug 2009, S. 260-262. Anlässlich einer umfangreichen Fortbildungsreihe in der JVA Bremen-Oslebshausen entstand auch ein Interview mit Michael Bock im MitarbeiterInnenmagazin der JVA Bremen (Ausgabe 1/2012), in dem auch zu ganz persönlichen Fragen rund um die Angewandte Kriminologie Stellung genommen wird.

Von grundsätzlicher Bedeutung für kriminalprognostische Überlegungen im Strafvollzug ist RAU, MATTHIAS: Lebenslinien und Netzwerke junger Migranten nach Jugendstrafe. Ein Beitrag zur Desistance-Forschung in Deutschland. Münster: LIT Verlag 2017. Die Arbeit schließt die zentrale Lücke der „desistance-Forschung“, die bei allen Fortschritten der letzten Zeit offen lassen muss, welche der theoretisch möglichen Veränderungen im Einzelfall für die Resozialisierung nötig sind. Mit der Angewandten Kriminologie, ggf. ergänzt um eine ego-zentrierte Netzwerkanalyse, lassen sich diese Fragen einzelfallbezogen und daher für die Praxis anwendbar beantworten.

Für die kriminalprognostische Bewältigung des Haftverhaltens existiert jetzt eine angepasste Variante der Kommentierung für die K- und R-Kriterien: BOCK, MICHAEL: Wenn die „Welt“ zur „Anstalt“ schrumpft. Ein Beitrag zur kriminalprognostischen Bedeutung des Haftverhaltens, FPPK 1/2018, im Druck.

5. Maßregelvollzug

BOCK, MICHAEL/BRETTEL, HAUKE: Angewandte Kriminologie als Ergänzung der Planung von Behandlung und Nachsorge im Maßregelvollzug; in: Saimeh, Nahlah (Hrsg.): Was wirkt? Prävention – Be-handlung – Rehabilitation; 1.Aufl., Bonn: Psychiatrie-Verlag 2005, S. 67-75.

6. Anwendungsbereiche außerhalb des Strafrechts

Die Angewandte Kriminologie hat sich in verschiedenen Kontexten als fruchtbar herausgestellt. Es waren dies teilweise universitäre Forschungsprojekte und Arbeitskreise, teilweise Gastprofessuren und Vortragsanfragen. Die Titel der nachfolgend aufgeführten Beitrage hierzu sind selbsterklärend.

RAU, MATTHIAS / HOFFMANN, ANIKA / BOCK, MICHAEL: Private Schulden im Spiegel der Postmoderne – eine heuristische Betrachtung; in: Forschungscluster „Gesellschaftliche Abhängigkeiten und soziale Netzwerke“ (Hrsg.): Schulden und ihre Bewältigung. Individuelle Belastungen und gesellschaftliche Herausforderungen, Wiesbaden: Springer VS 2013, S. 155-200, BOCK, MICHAEL/RAU, MATTHIAS: Finanzielle Verhältnisse als kriminologischer Indikator sozialer Einbindung; in: Hergenröder, Curt Wolfgang (Hrsg.): Gläubiger, Schuldner, Arme - Netzwerke und die Rolle des Vertrauens, Wiesbaden: VS Verlag 2010, S. 83-103, BOCK, MICHAEL/BRETTEL, HAUKE: Schulden und Kriminalität; in: ZVI-Sonderheft 2009, S. 2-8, BOCK, MICHAEL/SCHNEIDER, HENDRIK: Plädoyer für ein personales Kreditrisikomanagement; in: Sparkasse 2003, S. 546 ff., BOCK, MICHAEL: Grenzbereiche der Kreditvergabe aus kriminologischer Sicht; in: Sparkasse 2002, S. 229-231, BOCK, MICHAEL: Personales Risikomanagement in der Kriminalprävention von Spielbanken. Vortrag in Bremen im Sommer 2003, BOCK, MICHAEL: Zwischen den Zeiten und Fronten. Ein Versuch über die Lage von Kindern und Jugendlichen in Kolumbien. Vortrag bei UNICEF in Bogotá im März 2000.

V. Angewandte Kriminologie für verschiedene Berufsgruppen

1. Strafverteidiger

BRETTEL, HAUKE: Angewandte Kriminologie als Prognoseinstrument des Verteidigers; in: StV 2/2005, S. 99-102, SCHALLERT, CHRISTOPH: Erkennen krimineller Gefährdung und wirksames Eingreifen. Die Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse in der Praxis; in: DVJJ-J 1998, S. 17-23.

2. Sozialarbeiter und Sozialpädagogen

Über ein noch laufendes Projekt aus Oberhausen, in dem die MIVEA als Grundlage für ein "virtuelles Haus des Jugendrechts" fruchtbar gemacht wird, berichtet KARNER, NINA: MIVEA - Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse. Angewandte Kriminologie in der Praxis - Chance für die Prävention vor Ort; in: Forum Kriminalprävention 2011, S. 49-52.

Mit einem durchaus eigenen Standpunkt ist die Angewandte Kriminologie im Handbuch von Weidner, Jens / Kilb, Rainer (Hrsg.): Handbuch Konfrontative Pädagogik. Grundlagen und Handlungsstrategien zum Umgang mit aggressivem und abweichendem Verhalten, Weinheim und München: Juventa Verlag 2011 vertreten, und zwar mit BOCK, MICHAEL: Entwicklungskriminologische Grundsätze und ihre Bedeutung für die Konfrontative Pädagogik, S. 47-57 sowie BOCK, MICHAEL: Kriminaldiagnostik in der Angewandten Kriminologie und ihre Bezüge zur Konfrontativen Pädagogik, S. 392-401.

Grundlegende Aspekte der Methodik und ihres Verhältnisses zur Sozialarbeit/Sozialpädagogik behandeln SCHULER, JULIA und HEIN, KNUD-CHRISTIAN: Die Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse (MIVEA) - Möglichkeiten ihrer Anwendung in der Sozialpädagogik, in: Unsere Jugend 2010, S. 371-378, BOCK, MICHAEL: Angewandte Kriminologie für Sozialarbeiter, in: Sanders, Karin/Bock, Michael (Hrsg.): Kundenorientierung – Partizipation – Respekt. Neue Ansätze in der Sozialen Arbeit; 1. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag 2009, S. 101-134, OETTING, JÜRGEN: Das wahre Leben pocht zwischen den Idealtypen. Über die „Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse“ (MIVEA) in der Praxis der Strafrechtspflege; in: Neue Kriminalpolitik 4/2008, S. 124-129 sowie schließlich BOCK, MICHAEL: Kriminologische Interventionsplanung von und für Bewährungshelfer/innen; Referat bei der Tagung zum Kontrollprozess in der Bewährungshilfe in Göttingen am 29.09.2008: http://www.dbh-online.de/stand-bwh/Bock_Kriminologische-Interventionsplanung.pdf

3. Polizisten

BOCK, MICHAEL: Intensivtäter – Sicherheitsrisiko oder Sündenböcke?, in: Der Kriminalist 2009, S. 28-30.

4. Kinder- und Jugendpsychiater

BOCK, MICHAEL: Angewandte Kriminologie in der Interventionsplanung bei Straffälligen; in: Forum für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie 2006, S. 58-85. BOCK, MICHAEL: Kriminologische Interventionsplanung bei jungen Straffälligen, in: Brünger/Weissbeck (Hrsg.), Psychisch kranke Straftäter im Jugendalter, MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Berlin 2008, S. 103-115.

VI. Täter- und Deliktsgruppen

BOCK, MICHAEL: Kriminalität in Krisen, in: Hergenröder, Curt Wolfgang (Hrsg.): Krisen und Schulden – Historische Analysen und gegenwärtige Herausforderungen, Wiesbaden: VS Verlag 2011, S. 63-79, KRAUS, BENJAMIN/MATHES, CORINNA: Soziale Auffälligkeiten in den Biographien "rechtsmotivierter" Straftäter, in: Lützinger, Saskia: Die Sicht der Anderen. Eine qualitative Studie zu Biographien von Extremisten und Terroristen, Bundeskriminalamt, Polizei + Forschung, Bd. 40, Köln: Luchterhand 2010, S. 79-92, SCHNEIDER, HENDRIK: Der Wirtschaftsstraftäter in seinen sozialen Bezügen. Aktuelle Forschungsergebnisse und Konsequenzen für die Unternehmenspraxis; in: Universität Leipzig/RoelfsPartner WP AG (Hrsg.) Düsseldorf 2009, S. 4-19, SCHNEIDER, HENDRIK: Person und Situation. Über die Bedeutung personaler und situativer Risikofaktoren bei wirtschaftskriminellem Handeln; in: Burkatzki (Hrsg.): Wirtschaftskriminalität, DNWE Schriftenreihe Folge 16, München und Mehring 2008, S. 135-153, SCHNEIDER, HENDRIK: Das Leipziger Verlaufsmodell wirtschaftskriminellen Handelns. Ein integrativer Ansatz zur Erklärung von Kriminalität bei sonstiger sozialer Unauffälligkeit; in: NStZ 2007, S. 555-562, FISCHER-JEHLE, Petra: Zur Lebensentwicklung strafgefangener Frauen; sowie WASSERBURGER, ILONA: Gewalttäter in ihren sozialen Bezügen. Erste Eindrücke aus einer Vergleichsuntersuchung; beide in: Jehle, Jörg-Martin/Maschke, Werner/Szabo, Denis (Hrsg.): Strafrechtspraxis und Kriminologie. Eine kleine Festgabe für Hans Göppinger zum 70. Geburtstag; 2. Aufl., Bonn: Forum Verlag Godesberg 1989, S. 109-130 sowie S. 89-108.

Zur aktuellen Themenfeld extremistische Gewalt, Radikalisierung und Terrorismus vgl. VOLLBACH, ALEXANDER: Extremismus und kriminelle Gefährdung: ein Beitrag zur Interventionsplanung und Prävention in der Strafrechtspflege, in: Neue Kriminalpolitik 2017, S. 62-74 sowie BOCK, MICHAEL: Radikalisierung. Ein Essay in der Absicht der Verfremdung, in: Neue Kriminalpolitik 2017, im Druck

VII. Die Angewandte Kriminologie in der Diskussion

Eine Fundamentalkritik der Angewandten Kriminologie aus der Sicht der Etikettierungsansätze haben GRAEBSCH, CHRISTINE/BURKHARDT, SVEN-U.: MIVEA -Young Care? Prognoseverfahren für alle Altersgruppen, oder doch nur Kosmetik? in: ZJJ 2006 S. 140-147 vorgelegt. Eine Replik hier findet sich bei BOCK, MICHAEL: MIVEA als Hilfe für die Interventionsplanung im Jugendstrafverfahren; in: ZJJ 2006, S. 282-290. Eine ausführlichere Version dieser Replik, die stärker auf die zahlreichen und gewichtigen Rezeptionsfehler von Graebsch/Burkhardt eingeht, ist im Netz verfügbar, gleichwohl ist ein erneuter nahezu identischer Aufguss dieser Kritik publiziert worden: GRAEBSCH, CHRISTINE/BURKHARDT, SVEN-U.: MIVEA – Alles nur Kosmetik? in: StV 2008 S. 327-331. Diese "Kritik" übernehmen im wesentlichen in polemischer Form und ohne Auseinandersetzung in der Sache oder neue Argumente TONDORF/TONDORF: Psychologische und psychiatrische Sachverständige im Strafverfahren. Verteidigung bei Schuldfähigkeits- und Prognosebegutachtung, 3. Aufl., Heidelberg: C.F. Müller 2011, S. 118 ff. und POLLÄHNE, HELMUT: Kriminalprognostik: Untersuchungen im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsrecht und Rechtssicherheit, Berlin/Boston: de Gruyter 2011, S. 176-181.

Eine immer noch aktuelle Auseinandersetzung mit einigen Aspekten der klinischen Kriminalprognose findet sich bei BOCK, MICHAEL: Das Elend der klinischen Kriminalprognose; in: StV 5/2007, S. 269-275. Auf diesen Aufsatz erschien eine Replik von SCHÖCH, HEINZ: Mindestanforderungen für Schuldfähigkeits- und Prognosegutachten, in: Festschrift für Widmaier 2008, S. 967-986. Erwidert wird diese Replik von BOCK, MICHAEL: Gibt es noch Platz für die Angewandte Kriminologie in der Gesamten Strafrechtswissenschaft? in: ZStW 2009, S. 450-463. Fortgeführt wird die kritische Auseinandersetzung mit den forensischen Psychowissenschaften in BOCK, MICHAEL: Die Verwalter der Gefährlichkeit - eine Skizze zum forensischen Gutachterwesen in: Festschrift für Wolfgang Heinz 2012, S. 609-620. In den Gesamtkontext gehört auch BOCK, MICHAEL: Der vollständig und zutreffend ermittelte Sachverhalt bei der Kriminalprognose in: Festschrift für Udo Ebert 2011, S. 459-473, wobei es in diesem Beitrag nicht um die klinischen Kriminalprognosen, sondern um die von juristischen Praktikern erstellten Kriminalprognosen und die dabei entstehenden Probleme geht. Die persönlichen Angriffe von SCHÖCH, HEINZ: Angewandte Kriminologie; in: FS Kerner (Boers. u. a. [Hrsg.] 2013, S. 207-220) sind nur verständlich, wenn man sie als das Begleichen alter Rechnungen mit Göppinger liest, der „Angewandte Kriminologie“ bereits 1985 (s. o. unter I.1) als Eigennamen eingeführt hat. In der Sache ist alles in meiner Replik auf das „Freiburger Memorandum“ gesagt (s.o. unter II.2 - Kriminologische Positionierung).

Die aktuellen Rezensionen der 6. Auflage des „Göppinger“ fallen unterschiedlich aus. Während SCHNEIDER, HANS-JOACHIM: Theoriegeleitete oder multifaktoriell bestimmte kriminologische Forschung und Praxis; in: MschrKrim 2008, S. 227-234 meint, die Angewandte Kriminologie sei dem veralteten multifaktoriellen Ansatz verpflichtet und ignoriere die internationale Entwicklung, betont ESCHELBACH, RALF in GA 2009, S. 610-616 die Bedeutung, die gerade und nur die Angewandte Kriminologie für die Strafrechtspflege hat.

Positiv werden die Angewandte Kriminologie und die MIVEA in MEIER, RÖSSNER, SCHÖCH: Jugendstrafrecht, 3. Aufl., München: Vahlen 2013 (§ 6, Rn. 36 ff.) und im aktuellen Nomos-Kommentar zum JGG (MEIER, RÖSSNER, TRÜG, WULF (Hrsg.): Jugendgerichtsgesetz Handkommentar, dort § 38, Rdnr 13 und Anhang A, Rdnr 44) eingeführt, jedoch ist das in letzterem im Text vollständig abgedruckte Instrumentarium gar nicht die MIVEA, sondern eine Checkliste von Protektiven- und Risikofaktoren von Wulf, deren Verwendung aus prinzipiellen Gründen inakzeptabel und in methodischer Hinsicht so ungefähr das Gegenteil des Vorgehens bei der MIVEA ist. Nach wie vor ist das Lehrbuch BOCK, MICHAEL: Kriminologie; 4. Aufl., München: Vahlen 2013 die einzige authentische Quelle für die MIVEA, während vielerorts auch nicht autorisierte Teile oder einzelne Kriterien kursieren, deren Verwendung ohne den methodischen Kontext irreführend und weder wissenschaftlich noch ethisch vertretbar ist.